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17.12.14

Die Vermessung des Vulkans

Hochgenaue Vermessungsmethoden unterstützen die Überwachung von Sturzprozessen im Krater des Piton de la Fournaise


Unser terrestrischer Laserscanner (Riegl VZ 4000) am Kraterrand des Piton de la Fournaise

Die Arbeit ist getan: MSc Kerstin Wegner und Dr. Florian Haas während der Vermessungsarbeiten

Das Vulkangebäude des Piton de la Fournaise (2621 m).

Ein Team des Lehrstuhls für Physische Geographie, bestehend aus Dr. Florian Haas (Projektleitung) und MSc Kerstin Wegner, einer erfolgreichen Absolventin unseres Masterstudiengangs "Umweltprozesse und Naturgefahren", reiste vom 15.-23. November auf die Insel La Reunion (östlich v. Madagaskar - die Insel ist ein französisches Übersee-Departement).  Dort werden in Zusammenarbeit mit dem Pariser Institut du Physique du Globe (Prof. Dr. Anne Mangeney) und dem örtlichen Vulkanobservatorium Messungen zu Sturzprozessen (Steinschlag, Felssturz) im Krater des Vulkans "Piton de la Fournaise" durchgeführt. Die Eichstätter Gruppe unterstützt die seismischen Messungen und Modellierungen der französischen KollegInnen durch eine Reihe von Vermessungen mit dem terrestrischen Laserscanner und Techniken der digitalen Photogrammetrie. Die erste Aufnahme des kompletten Kraters konnte bei der ersten Kampagne abgeschlossen werden, so dass demnächst ein hochauflösendes digitales Geländemodell zur Verfügung steht. Mithilfe dieses Modells können Veränderungen durch Steinschlag- und Felssturzaktivität zu späteren Zeitpunkten hochgenau identifiziert und bemessen werden.

Das Untersuchungsgebiet ist von einer intensiven Dynamik geprägt - der Vulkan brach zuletzt 2007 aus, wobei große Teile der Kraterränder einbrachen.